Prof. Dietrich Harrach
Übungen: Dr. Frank Maas
WS 97/98
Kap. 2.2 Zeiteinheiten
1 s =
eines Sonnentages
(
=Winkelgeschwindigkeit der Erdrotation)
Sterntag(kürzer):
Sonnentag variiert im Laufe des Jahres um ca
wg.
1) Exzentrizität 2) Neigung der Ekliptik
1 s = 1/86 400 eines mittleren Sonnentages
Ungleichmäßig wg. Geophysikalischer Prozesse (einige ms pro Tag)
Astronomie: Ephemeridenzeit
(Frühlingspunkt=Schnittpunkt der Ekliptik)
1 s =
Dauer des tropischen Jahres 1900
Quarzuhren
Heute gültiges Zeitnormal (''Atomuhr'')
Definition der Sekunde:
Eine Sekunde ist da Zeitintervall, während dessen die Cäsiumuhr
9 192 631 770.0 Schwingungen durchführt.
Hyperfeinniveaus des Cäsium Grundzustands
Mikrowellenfrequenz 9 GHz Genauigkeit:
2.3 Masseneinheit und ihre Messungen
Dritte Grundgröse : MASSE m
Unveränderliche Eigenschaft eines Körpers
(Wenn der Energieinhalt konstant bleibt)
Wird quantitativ durch zwei physikalische Gesetzmäßigkeiten erfaßt:
1) Die Masse eines Körpers verursacht seine TRÄGHEIT
d.h. er ''widersetzt'' sich der Änderung seines Bewegungszustandes
2) Die Masse eines Körpers ist Ursache für seine SCHWERE
d.h. er erfährt eine Kraft im Gravitationsfeld einer anderen Masse
die sogenannte Gewichtskraft
Ursprünglich durch die Masse eines dm3 (Liter) Wasser bei 4oC
repräsentiert
(leider 0.028 g zuwenig)
Heute repräsentiert durch Massennormal
Zylinder aus Platin-Iridium
Massenmessung durch Vergleich der Schwere bzw. Trägheit der unbekannten
Masse mit der des Normals
z.B. Balken- oder Federwaage (Schwere)
z.B. Frequenz des Federpendels (
)
Im Prinzip liefern die Massen der Atome die beste ''natürliche''
Masseneinheit
2.4 Winkel und Raumwinkel
Neben den Winkelmaßen: Grad Winkelminuten Winkelsekunden
Vollkreis 360o; 1o=60 Minuten ; 1 Minute =60''
Bogenmaß: Verhältnis Kreisbogenlänge zu Radius
für Vollkreis:
1o entspricht
1 rad entspricht
Bei Näherungen z.B.
ist das Bogenmaß einzusetzen
Raumwinkel: Verhältnis der überdeckten Kugeloberfläche zum Quadrat des
Radius
Raumwinkel der vollen überdeckung der Kugeloberfläche:
Sterradian
1 Oktant entspricht
Kap. 3 Mechanik des Massenpunktes
Bewegung des als Massenpunktes idealisierten Körpers unter äussseren
KRÄFTEN
Beschreibt reine TRANSLATIONEN (vernachlässigt Rotationen)
3.1 Die Bahnkurve (Trajektorie)
Beschreibung der LAGE DES MASSENPUNKTES im Raum durch
1) Definition eines Kordinatensystems
z.B. rechtwinkliger (kartesischer) Koordinaten (x,y,z)
von Kugelkoordinaten r,
oder Zylinderkoordinaten r,
,z
2) Angabe der drei Koordinatenwerte
x=x(t)
y=y(t)
z=z(t)
dies kann in Vektorform gefaßt werden:
(auch
)
mit
(oder
)
Die Funktion
beschreibt die Translation durch eine BAHNKURVE oder Trajektorie
Die Zeit t tritt als Parameter auf
Bahnkurven stellen eine Idealisierung der klassischen Physik dar
in der Quantenphysik bestenfalls eine Näherung
Einfaches Beispiel der Bewgung in der (x,y) Ebene
(Beispiel einer ebenen Bewgung (diese ist auch gleichf"ormig))
x=at
y=bt
z=0
Bewegung entlang der Geraden y=(b/a)t
Beispiel ebene Kreisbebewegung:
z=0
in Zylinderkoordinaten:
Geschwindigkeit und Beschleunigung
Für den Sonderfall:
mit
wächst die zurückgelegte Wegstrecke proportional zur Zeit
d.h. in gleichen Zeitintervallen
werden gleiche Wegstrecken
zurückgelegt
Den Quotienten
nennen wir die
GESCHWINDIGKEIT
bezeichnet durch den Vektor
mit der Dimension m/s
Für eine beliebige Bahnkurve ist die Momentangeschwindigkeit
durch:
Die Richtung des momentanen Geschwindigkeitsvektors ist entlang der
Tangente der Bahnkurve
Die Bahngeschwindigkeit ist durch den Betrag
gegeben
Beim Beispiel der gleichförmigen Kreisbewegung ändert sich nur die
Richtung von
nicht aber der Betrag
.